03.10.11

pseudo-poetisches-pappmaché

leeres dokument. drei uhr nachts.

ein kleiner erscheinender und promt wieder verschwindender strich. 'na los, schreib schon was. etwas fantastisches. oder bist du dumm? müde? womöglich komplett unkreativ?'
und man versucht es. wirklich! wunderbare ideengebilde ranken sich in meinem kopf, unendlich viele stränge, blätter, knospen .. blüten!
aber mein gedankengestrüpp wird zu groß, wächst in den himmel und ich kann sie nicht mehr ernten, meine eigenen früchte.
ich schlinge mich um eine ranke.
vielleicht komm ich irgendwohin wo alles etwas mehr sinn macht.

doch für solche lappalien, wie sinn und logik bleibt keine zeit. ein kuchen müsste eigentlich gebacken werden. backmischung, wie sich versteht.
doch wofür? tag der deutschen einheit. feiertag. die familie kommt und will den besagten kuchen sich einverleiben.
kuchen .. kuchen .. kuchen ist für feiertage, ja.
aber morgen, korrekterweise heute, ist kein feiertag. ganz und gar nicht ... und mir läuft es eiskalt den rücken hinunter, wenn ich nur daran denke, dass ich morgen so tun muss, als gäbe es etwas zu feiern, wobei ich weiß, dass so viele menschen trauern werden.

anmerkung: das kuchenbacken wird auf den vormittag verlegt. ich stecke mich ins bett und schwing mich auf eine ranke.

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